Santería auf Kuba

Viele Kunden fragen immer wieder nach den Gründen, wenn sie komplett in weiß gekleidete Kubaner hier in den Strassen sehen. Die Santería (santos=heilig) ist eine Mischung der verschiedenen Bräuche der afrikanischen Volksgruppen, die nach Kuba versklavt wurden.

Und hat auch ebenso Einfluss aus Haiti und Jamaika. Und sie ist ein Hauptbestandteil der kubanischen Musik und vieler Tänze. Die Götter (Orishas), im kubanischen Glauben kommen den Göttern der Griechen und Römern sehr nahe und sie wurden sogar einigen Heiligen des katholischen Glaubens zugeordnet. Die heilige Barbara ist der Orisha Changó, der afrikanische Gott des Donners, Gott ist Obatalá und der heilige San Pedro ist Oggún. Wichtigster Bestandteil bei Santería-Versammlungen ist die Musik, sind die verschiedenen Tänze der jeweiligen Orishas und die Opfergaben für die Götter. Die Tänze für Changó sind z.B. sehr maskulin und strahlen Stärke aus, während der Tanz für Yemayá als „Tanz der Wellen“ bezeichnet wird.

Ein Jahr in weiß (Yawo) ist ein wichtiger Bestandteil des Glaubens der Santería. Pedro in Havanna und Regla und Alfredo in Trinidad de Cuba haben ihr Jahr vor einigen Wochen beendet (Yaboraje) und im März und April haben Elier und Milaila begonnen.
Elier hat den Orisha Changó und Milaila hat Yemayá, zu erkennen am Halsschmuck und den Armketten der beiden. Changó hat rote und weiße Perlen und Yemayá blaue und weiße Perlen. Die wichtigsten Orishas sind Elleggua, Changó, Obbatalá, Yemayá, Oshun, Oggún, Ochosi und Oya.

Die Iyabo (Gläubingen in weiss) haben einen Paten und eine Patin, die für die Betreuung und für das Wohlergehen der Iyabo verantwortlich sind. Sie kennen alle Regeln des jeweiligen Orichas (Heiligen). Die Iyabo müssen ihre Erlaubnis haben, für alles was sie tun, dass eventuel ihr "yaboraje" (heiliges Jahr) beeinträchtigen könnte. Sie müssen z.B.spätestens abends um 6 Uhr zuhause sein. Künstler, wie z.B. Tänzer oder Musiker, dürfen auch bis 12 Uhr nachts ausgehen wenn es ihre Arbeit ist. Wenn sie aber später nach Hause kommen, bekommen sie Probleme mit ihrem Oricha.

Die Icabo dürfen nicht in den Regen kommen und nass werden, daher haben sie immer Regenschirme dabei. Man darf auch auf keinen Fall Bilder oder Videos von ihnen machen. Sie dürfen keine alkoholische Getränke trinken. Trinken überhaupt müssen sie ihr eigenes Glas oder ihren eigenen Becher verwenden. Sie dürfen Geld nicht direkt entgegen nehmen. Statt es ihnen in die Hand zu legen, kann man es z.B. auf den Tisch legen. Auch dürfen sie nie jemanden zur Begrüßung die Hände geben und in den ersten drei Monaten dürfen sie nicht geküsst oder umarmt werden.

Einer der Lehrer Baila Habana´s wird bald in junger iyabo sein und wie es ihm dabei ergeht schreiben wir im nächsten Newsletter.